Dr.med. Dipl. Sportwiss. Lutz Nitsche

Chirurgie-Eschborn

KniegelenksAnatomie

Der Aufbau und die Funktion des Kniegelenks ist komplex.  Das Kniegelenk wird vor allem durch die Kreuz- und Seitenbänder stabilisiert und durch die umgebenden Muskeln stabilisiert.

FAQ`s KNIEGELENKSANATOMIE

FAQ Kniegelenksanatomie: Wo befindet sich das vordere Kreuzband?

Man unterscheidet das vordere vom hinteren Kreuzband. Beide verlaufen innerhalb des Kniegelenks und entspringen am Oberschenkel und setzen am Unterschenkel an. Die beiden Bänder kreuzen sich in der Mitte des Kniegelenks, weshalb man sie Kreuzbänder nennt. Während einer Operation blickt man meist von vorne auf das Kniegelenk und blickt auf das vordere Kreuzband. Das hintere ist meist hinter einer Gewebeschicht versteckt und nicht immer direkt sichtbar.

FAQ Kniegelenksanatomie: Welche Funktion hat das vordere Kreuzband?

Es vereint zwei Funktionen: Stabilisierung des Kniegelenks und Sensor für den Stellungs- bzw. Lagesinn. Ein intaktes und perfekt operiertes vorderes Kreuzband vermag das Kniegelenk gegen einen zu ausgeprägten Vorschub des Unterschenkels in Relation zum Oberschenkel zu schützen. Das Ausmaß des Vorschubs lässt sich mit dem sogenannten vorderen Schubladentest untersuchen. Dabei wird versucht den Unterschenkel wie eine Schublade nach vorne zu ziehen. Außerdem verhindert das vordere Kreuzband eine übermäßige Drehung (Rotation) des Kniegelenks. Weiterhin beinhaltet es viele feine Sensoren zur Beurteilung der Position und Stellung des Kniegelenks (sogenannte Propriozeption). Während man die Stabilität wieder herstellen kann, gelingt dies nicht mit einer Rekonstruktion. In seltenen Fällen ist das Kreuzband nicht komplett gerissen und es kann der gesunde Anteil erhalten werden. Dann wird ein teilweiser Ersatz durchgeführt (sogenannte Augmentation), womit die Sensorfunktion des nach intakten, verbliebenen Anteils erhalten bleibt.

FAQ Kniegelenksanatomie: Welche Operationsmethode wird angewandt?

Am Ober- und Unterschenkelknochen werden Bohrkanäle im angelegt, durch die das neue Kreuzband eingezogen wird. Um ein optimales Ergebnis zu erreichen sollte das neue Kreuzband exakt an den ursprünglichen Befestigungsstellen eingebracht werden. Da die Platzierung des neuen Kreuzbands der normalen Anatomie des ursprünglichen vorderen Kreuzbands entspricht, wird diese Methode auch als anatomische Kreuzbandrekonstruktion bezeichnet. Um dies zu gewährleisten wird der Bohrkanal für die Befestigung am Oberschenkelknochen separat von der des Unterschenkels angelegt.

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Für Sprechstundentermine rufen Sie bitte in unserer Praxis Chirurgie-Eschborn unter Tel. 06196 7736991 an. Eine Beratung per E-Mail zu medizinischen Fragen ist nicht möglich.

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